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Andreas in Polokwane

Vom 10. April  bis zum 7. Juli verbrachte ich drei tolle Monate am „anderen Ende der Welt“. Die Zeit in Südafrika verging allerdings viel zu schnell! Ich wurde von allen Menschen, denen ich dort begegnet bin, sehr herzlich empfangen und zudem wurden mir das Land und die Kultur durch verschiedene Aktivitäten näher gebracht, sodass mir nie langweilig wurde und die Zeit wie im Flug verging.

Begonnen hat die Reise mit einem dreitägigen Aufenthalt im Krüger-Nationalpark, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben Elefanten, Giraffen und Zebras in freier Wildnis gesehen habe. Es war wunderschön, inmitten des Parks zu wohnen und all die exotischen Tiere um sich zu haben. Danach ging es weiter zu meiner Familie, die mich am Flughafen mit einem großen Schild, auf dem mein Name stand, empfangen hat. Vom ersten Tag an wurde ich als normales Familienmitglied behandelt und von allen sehr nett aufgenommen. Meine Gasteltern und meine beiden Gastbrüder waren sehr sympathisch und ich habe mich mit allen ausgezeichnet verstanden. Eine große Umstellung war, dass die Familie sechs Hunde hatte und ich zu Hause in Deutschland gerade einmal zwei Hasen habe. Ungewohnt war auch, dass ich von nun an eine Haushälterin hatte, die für mich täglich das Zimmer aufgeräumt und die Wäsche gemacht hat. Auch was das Essen betrifft, so durfte ich einige neue Erfahrungen gewinnen: Wir haben fast jeden Tag gegrillt und insgesamt wurde sehr viel Fleisch verzehrt. All die Umstellungen empfand ich jedoch als sehr interessant und durchaus positiv.

Die Schule war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da es sich zum einen um eine sehr große Schule mit ungefähr 1500 Schülern handelte und da der Unterricht zum anderen größtenteils auf Afrikaans ablief. Aus diesem Grund hat meine Gastmutter nach der ersten Woche mit der Schulleitung vereinbart, dass ich hauptsächlich Englischunterrichtsstunden besuchen darf, was dann natürlich sehr zum Vorteil meiner Englischkenntnisse war. Eine neue Erfahrung war auf jeden Fall, dass man Schuluniformen tragen musste. Insgesamt ist das Schulniveau niedriger anzusetzen als in Deutschland. Die Lehrer waren alle überaus nett und sehr zuvorkommend. Gleich zu Beginn wurde ich in einem Mitteilungsblatt als „German boy“ begrüßt und war von da an allen bekannt. Die südafrikanischen Schüler waren alle sehr aufgeschlossen und wollten viel über Deutschland und Europa wissen.

In der Schule habe ich auch sehr viele neue südafrikanische Freunde kennen gelernt, mit denen ich jetzt noch Kontakt habe. Am Ende meines 3-monatigen Aufenthalts bin ich mit einigen meiner neuen Freunde auf einen Campingtrip in den Krüger-Park gegangen, was ein wirkliches Highlight der drei Monate war: Wir zelteten im Krüger- Park, beobachteten die Tiere und ich hatte sogar noch die Möglichkeit, Löwen zu sehen, womit die „Big Five“ dann komplett waren.

Insgesamt war es ein einfach toller Ausflug und wir hatten dieses „naturefeeling“, welches man vermutlich nur in der Schönheit der südafrikanischen Natur empfinden kann.

In der letzten Woche meines Aufenthaltes bin ich noch zu meinem Gastbruder nach Pretoria gefahren. Dieser studiert dort Architektur. Er hat mir die Stadt gezeigt und ich konnte so einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Voortrekker-Monument, besichtigen. An meinem letzten Wochenende veranstaltete meine Familie noch eine Abschiedsparty für mich. Dies war ein sehr schöner Abschluss.

Am Ende meiner drei Monate dachte ich daher mit einem weinenden und einem lachenden Auge an meine Rückkehr nach Deutschland: Einerseits wäre ich gerne noch länger in Südafrika geblieben, da es sich um ein großartiges Land mit sehr freundlichen und aufgeschlossenen Menschen handelt, in dem es so viel zu entdecken gibt, dass drei Monate eigentlich viel zu kurz sind. Auf der anderen Seite habe ich mich natürlich auf wieder auf Deutschland, meine Familie und meine dortigen Freunde gefreut.

Abschließend kann ich nur jedem, der überlegt, an diesem Austausch teilzunehmen, empfehlen, dies zu tun! Andreas